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Grüne Berge und sternenklarer Himmel im Zillertal

Ich kann es noch gar nicht richtig fassen: Wir waren weg. Im Urlaub! Und das im Jahre 2020 wo viele Urlaubsorte oder ganze Länder zum Risikogebiet erklärt werden. Ja, werden. Leider. Wir stecken immernoch mittendrin in diesem ganzen Corona-Chaos und es ist noch kein Ende in Sicht.. Umso schöner fand ich es, als mich meine Schwester gefragt hat, ob wir nicht spontan mit zwei weiteren Freunden zusammen nach Österreich kommen wollen.

Oberon Autofahrt

Ein paar Tage vor Abfahrt packten wir unsere Sachen. Diesmal nicht nur unser beider Sachen sondern auch von unserem neuen Familienmitglied! Ja, richtig gehört. Wir haben seit Anfang Mai Familienzuwachs bekommen. Nicht im eigentlichen Sinne von Kinder kriegen – nein. Wir haben eine kleine Fellnase adoptiert!

Unsere Fellanse ist ein kleiner Grieche und momentan ca. 7 – 9 Monate alt. Sein Name lautet Oberon und wohnt seit dem zweiten Mai bei uns in Mannheim.

Mit Hund im Gepäck packt man gleich anders. Zudem hat der Tierarzt ein paar Tage vor Abfahrt Giardien bei ihm festgestellt. Wer das nicht kennt: Das sind Darmparasiten, die auch auf den Menschen übergehen können.. Super! Nicht… Wir mussten ihm acht Tage lang ein Medikament verabreichen, jeden Tag seine Sachen waschen und unsere Hände desinfizieren, wenn man ihn gestreichelt hat.. Naja. Nach dem Kurztrip sind wir dann gleich wieder zum Tierarzt gefahren um zu überrpüfen, ob die Behandlung geklappt hat. Hat sie! Wuhuu!! Ja, auch das gehört zum Leben dazu und möchte euch deswegen auch hier erzählen, was noch so alles passiert ist. 🙂

Von Mannheim brauchten wir ca. 6 Stunden, um an unserem Ziel: das Zillertal in Aschau anzukommen. Mit insgesamt 4 Hundepipipausen und einem kleinen Hundekötzerchen ist das doch ein ganz guter Schnitt. Kaum angekommen begrüßten uns schon unsere Freunde und Familie, die mit uns eine schnuckelige kleine Holzhütte mitten in den Bergen gemietet hatten. Insgesamt waren wir zu sechst. Plus Fellnase. Also Sechseinhalb. 😉

Abschalten und genießen

Mittwochs war für mich ein „Ausruhe-Tag“. Meine Schwester und ich lagen den halben Tag bei uns auf der Terasse auf der Liege und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir hörten Musik oder lasen ein Buch.

Der Rest von uns hat sich den Bollerwagen und Oberon geschnappt, um ein bisschen die Gegend zu erkunden und wandern zu gehen. Der Tag verging relativ schnell. Oberon ist auf dem Rückweg in eine Wespe getreten. Das war nicht so toll. Er hat viel gefiepst und wollte nicht mehr laufen. Im Bollerwagen wollte auch nicht bleiben. Da nahm in Jakob hoch und legte ihn sich um die Schultern #soträgtnampelz und lief den restlichen Weg zu unserer Ferienhütte. Armes Hündchen. 🙁

Später ging es dann auch wieder und er konnte ganz normal laufen. Abends waren wir dann nochmal mit ihm spazieren. Man konnte am Himmelszelt sooo unendlich viele Sterne sehen! Da merkt man mal wieder, wie stark das helle Licht doch ist, wenn man in der Stadt wohnt. Mit bloßem Auge konnte man den Schleier der Milchstraße erkennen. Da ärgerte ich mich schon ein bisschen, da ich meine Spiegelreflexkamera zuhause gelassen hatte. Naja. Nächstes Mal denke ich dran!

Auf zum Achensee

Am Freitag war so schönes Wetter – da haben wir dem schönen Achensee einen Besuch abgestattet. Ein entspannter Badetag stand an. Ganz gemütlich mit dem Auto eine halbe-dreiviertelstunde von unserer Hütte entfernt, befindet sich dieser wunderschöne türkisfarbene See. Obwohl die ganze Zeit die Sonne schien und es mitten im Sommer war, ist der See doch ganz schön eisig gewesen. Gerade für mich – als Frostbeule – war es eine ganz schöne Überwindung ins Wasser zu gehen. Aber einmal drin gewesen hat sich die Abkühlung bei den mehr als 30 °C doch gelohnt. Man konnte sehr weit hinauslaufen ohne schwimmen zu müssen. Für Kinder ein idealer Ort um schwimmen zu lernen.

Der Achensee ist bis zu 133 Meter tief und der größte See Tirols. Die Wassertemperatur ist einem Gebirgssee entsprechend niedrig und überschreitet kaum jemals 20 °C. Manchmal wird der Achensee auf Grund seiner Größe und der optimalen Windverhältnisse als Tiroler Meer bezeichnet.

Gute Musik und Sternbilder deuten

Der Achensee war eigentlich die einzige Sehenswürdigkeit, die wir uns angesehen haben. Ansonsten bestanden die Abende aus viel guter Musik und „Wer-bin-ich“-Runden sowie „Trivial Pursuit“ und „Just One“. Wir kochten jeden Tag leckeres Essen und schauten uns fast jeden Abend den sternenklaren Himmel an.

Tipp: Wir haben uns die App Sternatlas heruntergeladen. Dort kann man supergut die Sternbilder und Planeten ausfindig machen. Wir saßen oft Abends auf dem Berg und haben uns die veschiedenen Sternbilder angeschaut. Mit der App hat das seht gut geklappt!

Diese Abende werde ich nicht so schnell vergessen! Den Mars – in seiner leicht schimmernden roten Farbe – hat man sehr gut sehen können. Cassiopeia, den großen & kleinen Wagen habe ich auf den ersten Blick gleich erkannt. Neu gelernt habe ich: Perseus und den Alder. Hoffentlich vergesse ich das nicht auch gleich wieder! Kannst du Sternbilder deuten? Welche kannst du dir gut merken?

Für uns drei ging es dann Sonntags dann schon wieder heim. Die anderen vier blieben noch bis Freitag und haben noch einiges gesehen. Auf der Heimfahrt haben wir diesmal auch länger als 6 Stunden gebraucht – viel Stau und einige Mittelspurschleicher blockierten die Autobahn…

Warst du auch schon mal im schönen Zillertal zur Sommerzeit? Schreib es mir gerne in die Kommentare. 😉 Weitere Reisen nach Österreich findest Du hier.

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